Was ist Osteopathie?

“Das Ganze ist mehr als die Summe seiner Einzelteile.” [Aristoteles]

“Osteopathen kommunizieren durch die Kraft der Hände mit dem Gewebe des Köpers. Sie aktivieren Selbstheilungskräfte und bringen Menschen zu ihrem inneren Gleichgewicht zurück.”

Osteopathie ist eine manuelle Therapie, die den Körper ganzheitlich betrachtet und nicht in einzelnen Teilen.

Diese Art der Medizin basiert aus drei Parametern: viszerale Osteopathie, parietale Osteopathie, craniosakrale Osteopathie.

Bedeutung der einzelnen Parameter:

viszeral: Organe und Eingeweide werden befundet und behandelt
parietal: Behandlung von Knochen und Gelenken sowie Muskeln und des Fasziensystems
craniosakral: Behandlung von Schädel, Wirbelsäule, Rückenmark, Hirnhäuten und Membranen

Störungen sowie Spannungen in einer dieser drei “Säulen” können Probleme in einer der anderen hervorrufen. Häufig liegt daher die Ursache des Schmerzes der Patienten an einer anderer Stelle, als diese es vermuten.

Der Osteopath befundet immer alle drei Gebiete, da sie in Wechselwirkung zueinander stehen.

Anhand folgender Beispiele möchte ich Ihnen helfen, die Folgen von Ursache und Wirkung genauer zu verstehen:

Hüftschmerzen können beispielweise von einer alter Blinddarm-Operationsnarbe kommen, die zu Verklebungen im Bereich des aufsteigenden Dickdarms und einem Teil der Hüftbeugemuskulatur geführt hat.

Unfalltraumen (z.B ein Sturz aufs Steißbein) können auch lange später Kopfschmerzen hervorrufen.

Beschwerden im Magenbereich können durch Blockaden in der Brustwirbelsäule hervorgerufen werden.

Weitere Faktoren, die in meiner Befundung mit einbezogen werden, sind: soziales Umfeld, Arbeitsplatz, Ernährungs- und Bewegungsverhalten, ggf. psychische Belastungsfaktoren der Patienten.

Der Osteopath sieht und behandelt den Patienten “als Ganzes”, damit dieser neue Kräfte sammeln und die Selbstheilungskräfte des Körpers selbst anzuregen lernt.